Uptasia Test: Detailreiche Wirtschaftssimulation für Städtebauer mit Adleraugen

Uptasia

Vor fast drei Monaten ist Uptasia in die Open-Beta-Phase gestartet. Eine Woche, nachdem der Spielentwickler und Betreiber upjers die Tore zur Welt des free-to-play Browsergames für alle Interessierten geöffnet hatte, ging schon der zweite Server online, damit genug Platz für alle ist. Die Mischung aus Wimmelbildspiel und Wirtschaftssimulation führt euch ins 19. Jahrhundert, wo ihr Rohstoffe sammelt, eine eigene Siedlung aufbaut und in allerlei Gebäuden nach einer Reihe verschiedener Objekte sucht. Eine Mischung aus Aufbau-Simulation und Suchbild-Spielchen also. Spricht im Grunde nichts dagegen, die Frage ist nur, ob so ein Konzept auch auf Dauer spannend bleibt. Unsere Neugier ist auf jeden Fall geweckt – deshalb tauchen wir nun ein, in die farbenfrohe Welt von Uptasia.

Erste Schritte nach einem großem Zeitsprung

Nachdem wir uns bei Uptasia angemeldet haben, werden wir von einer freundlichen Beraterin und ihrer niedlichen Katze in Empfang genommen – besser gesagt, bittet uns die Dame gleich mal um Hilfe, aber wieso auch nicht. Schließlich sind wir ja nicht ins 19. Jahrhundert gereist um Däumchen zu drehen. Zu Beginn verfügen wir über ein Startguthaben von 3.000 Münzen. Wir errichten also unser erstes Gebäude, eine Bäckerei, in der wir anschließend Brötchen herstellen. Beide Aufgaben bescheren uns eine Belohnung und einen Einblick in den Shop und die Funktionen der Gebäude in Uptasia. Auf diese Weise verdienen wir einen kleineren Betrag an Münzen und sammeln einige Erfahrungspunkte. Dabei lauschen wir der beruhigenden Hintergrundmusik. Bevor wir jedoch einen Zustand der völligen Entspannung erreichen und womöglich noch einschlafen, schalten wir sie lieber aus und behalten lediglich die Geräusche bei. Sobald wir die frischgebackenen Brötchen aus dem Ofen genommen haben, bedienen wir die ersten Kunden. Dafür steht bereits ein Marktplatz bereit, um den sich eine Reihe von Figuren mit Buttons über dem Kopf bewegen. Bei den Symbolen handelt es sich um Münzen und die Menge zeigt uns schon bevor wir sie anklicken an, ob wir an dem Kunden einen größeren oder einen kleineren Geldbetrag verdienen können. Das ist nützlich, doch im Endeffekt spielt es eigentlich keine Rolle. Wir wollen schließlich Geld horten und Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Also bemühen wir uns zunächst einmal darum, die fehlenden Produkte, nach denen unsere Besucher verlangen, bereitzustellen.

Mit einer Bäckerei und einem Blumenladen beginnt der Ausbau unserer Siedlung.

Eine rote Markierung zeigt uns, welche Wünsche wir noch erfüllen müssen. Sobald die verschwindet, bedeutet das, dass alle Waren vorhanden sind und dem Verkauf nichts mehr im Wege steht. Der Marktplatz ist jedoch nicht das einzige Gebäude, das bei unserer Ankunft in Uptasia bereits vorhanden ist. Unsere Villa steht auch schon da und so brauchen wir die ersten Nächte nicht unter der Brücke zu hausen – Glück gehabt, doch wie wir schnell feststellen, werden uns die Verbesserungen, die wir im Laufe der Zeit an unserem Zuhause in Uptasia vornehmen können, einiges an Arbeit abverlangen. Statt Rohstoffe zu sammeln oder Geld zu investieren, müssen wir vorerst eine ganze Menge Wimmel-Punkte verdienen, um unsere Villa aufwerten zu können. Sieht also eher nach einer Langzeit-Aufgabe aus. Für kurzfristige Ziele sorgen unsere namenlose Begleiterin und die verschiedenen Quests, die in unterschiedliche Kategorien eingeteilt sind. So besorgen wir uns Dekorationen, um die dazugehörige Punkte-Kategorie aufzustocken, meistern eine bestimmte Anzahl an Wimmelbildern und bereiten Lieferungen im großen Stil vor. Die Quests sorgen dafür, dass wir in Uptasia ständig kleinere Ziele vor Augen haben und nicht planlos durchs Spiel irren. Außerdem stellen sie eine scheinbar niemals versiegende Quelle an Belohnungen dar. Die brauchen wir vor allem, um zusätzliche Erfahrungspunkte zu sammeln, denn die Produktion von Backwaren, Blumen und anderen Waren bringt vor allem am Anfang nur einzelne Punkte ein. Mit jedem Herstellungsprozess, den wir einleiten, nimmt die Fabrik Schaden, wodurch sich die Wartezeiten bis zur Fertigstellung verlängern. Das lässt sich jedoch durch Reparaturen beheben.

Hübsche Bilder werden zur spannenden Herausforderung

In den Wimmelbildern suchen wir zunächst nach einer Reihe von vorgegebenen Gegenständen. Dafür stehen uns eine begrenzte Zeitspanne und einige Hilfsmittel zur Verfügung. Wer Uptasia nicht ohnehin schon im Vollbildmodus spielt, erlebt hier eine Überraschung: Wir starten das Bäckerei-Wimmelbild über den normalen "Spielen"-Button, woraufhin sich der Raum, den wir absuchen wollen, über den gesamten Bildschirm erstreckt. Allerdings haben wir auch die Möglichkeit, in einer angepassten beziehungsweise "normalen" Bildgröße zu suchen. Alle, die ihre Siedlung nicht in der Vollbildversion auf dem Schirm haben, sparen sich hier den Umweg über den entsprechenden Button und erhalten automatisch eine größere Ansicht beim Wimmeln. Neben Münzen erringen wir dabei Wimmel-Punkte, durch die wir unter anderem zusätzliche Spiel-Modi freischalten.

Jede neue Fabrik beschert uns ein weiteres Wimmelbild.

So suchen wir beispielsweise nach einem einzelnen Gegenstand, der sich dafür in sechsfacher Ausführung in dem Raum befindet oder halten nach Unterschieden in zwei vermeintlich identischen Bildern Ausschau. In einer Übersicht sehen wir, wie viele Punkte uns bis zur jeweils nächsten Funktion fehlen und die unterschiedlichen Modi bringen mehr Abwechslung ins Spiel. Das – und die Aussicht auf eine extra Portion Münzen – motiviert uns, immer wieder zu den Wimmelbildern von Uptasia zurückzukehren. Allerdings gibt es da ein Hindernis. Wir dürfen die Suchspiele nicht so oft starten, wie wir wollen. Nach ein paar Antritten gilt es eine Wartezeit zu überbrücken, die mit jeder Pause ein wenig länger dauert – bislang jedoch nie mehr als maximal eine Stunde. Nun ja, durch die Unterbrechungen finden wir wenigstens die Zeit, uns weiterhin um die Produktion und unsere Siedlung zu kümmern.

Häuser, Tiere, Deko – Ein Blick in den Shop erhöht die Vorfreude

Allmählich errichten wir mehr Gebäude und breiten uns in der Umgebung um unsere Siedlung in Uptasia aus, die anfangs weitgehend von Wolken bedeckt ist. Die wischen wir unter anderem weg, indem wir im Level aufsteigen, während wir für einige Erweiterungen auch noch Geld blechen müssen. Durch Levelaufstiege schalten wir außerdem weitere Gebäude und Dekorationen frei. Dadurch verschaffen wir uns Zugriff auf neue Wimmelbilder und Produkte. Der Shop gewährt uns Überblick zum gesamten verfügbaren Angebot, darunter Fabriken, Wohnhäuser und Tiere. Die Aussicht auf eine Eisdiele und eine Lederfabrik, eine Latrine und einen Wunschbrunnen stacheln uns an, am Ball zu bleiben. Außerdem haben wir die Möglichkeit, Pferde, hungrige Schweine und andere Tiere in unserer Siedlung einziehen zu lassen.

Neben Fabriken bauen wir Wohnhäuser und locken mehr Kunden auf den Marktplatz.

Mittlerweile ist eine neue Quest erschienen, für die wir eine Menge Holz und Steine brauchen. Statt spezieller Gebäude benötigen wir in Uptasia nur zwei starke Arme, um Rohstoffe einzusammeln. Sobald wir einen der Bäume oder Felsbrocken auf unserem Stück Land anklicken, läuft unsere Spielfigur – die uns zugegebenermaßen vorher gar nicht wirklich aufgefallen ist – los und macht sich mit der Axt beziehungsweise der Spitzhacke ans Werk. Die Prozedur beschert uns zwischen zwei und acht Einheiten Holz oder Stein und dauert nicht sonderlich lange. Die Rohstoffe brauchen wir zum einen um die Quests abzuschließen und zum anderen für bestimmte Verbesserungen, wie beispielsweise das Freischalten weiterer Slots in Produktionsgebäuden. Außerdem dienen die Ressourcen dem Ausbau von Wohnhäusern, wodurch wir die Anzahl an potenziellen Kunden erhöhen, die der Kutscher in regelmäßigen Abständen zu unserem Marktplatz transportiert.

Mit Diamanten und kleinen Geschenken geht vieles schneller

Nachdem wir alle Bäume und Felsen von unserem Grund und Boden entfernt haben, ist erstmal Ende - Schluss mit lustig. Doch keine Sorge, die wachsen nach einer gewissen Zeit nach. Trotzdem finden wir es ganz praktisch, dass wir in Uptasia nicht ganz so stark auf die Ressourcen angewiesen sind wie in manch anderem Spiel dieser Art. Dadurch, dass wir zusätzlich Punkte und Produkte einsetzen können, um zum Beispiel Verbesserungen zu erwirken, bedeutet ein Mangel an Holz und Steinen nicht automatisch Stillstand im Spiel. Ähnliches gilt für die Premiumwährung, die Diamanten. Zugegeben, auch in Uptasia stößt man hier und da an Grenzen, die sich nur mit Edelsteinen oder viel Geduld beheben lassen.

Je mehr Freunde wir uns zulegen, desto mehr Belohnungen winken.

Andererseits steht es uns frei, die Wartezeit auf andere Weise abkürzen: So besteht die Möglichkeit, überschüssige Waren mit ausgefallenen Objekten zu kombinieren (zum Beispiel mit Honigtöpfen), die wir manchmal von unseren freundlichen Nachbarn geschenkt bekommen, und diese als alternatives Zahlungsmittel einzusetzen, um die Wartezeit zu überspringen. Damit haben wir die Chance, Premiumwährung zu sparen und sie beispielsweise in der Bank gegen Münzen einzutauschen, Spielelemente früher freizuschalten oder einen Premium-Account einzurichten. Der ist für maximal 180 Tage aktiv, kostet rund 311 Diamanten, und verschafft uns einige Vorteile, darunter Wimmel-Freispiele und ein Warenlager-Bonus. Wenn wir uns in Uptasia mit anderen Spielern anfreunden, können wir ihre Siedlungen besuchen und dort bis zu fünf Aktionen starten. Zum Dank ergattern wir ein paar Münzen und außerdem seltenere Gegenstände. Unser Nachbar darf sich ebenfalls über ein Geschenk freuen und ist dadurch eher gewillt, in unserer Siedlung vorbeizuschauen. Die Zusammenarbeit lohnt sich also für beide Seiten!

Pro
Leichter Einstieg und ewiger Nachschub an Quests
Verschiedene Aufgabenbereiche sorgen für Abwechslung
Hübsche, detailreiche Wimmelbilder
Große Gebäude- und Produktauswahl
Contra
Mitunter lange Wartezeiten
Anfangs relativ geringe Einnahmen – verhältnismäßig hohe Kosten für Landerweiterungen

4.5/5 Sterne

Fazit

Uptasia unterscheidet sich hauptsächlich aufgrund der Wimmelbild-Thematik von anderen Aufbau-Spielen. Ansonsten erwarten dich jedoch keine großartigen Überraschungen. Die Suchbilder sind ansprechend gestaltet und sorgen dank verschiedener Spielmodi für abwechslungsreiche Herausforderungen. Für den Ausbau deiner Siedlung schaltest du nach und nach zusätzliche Gebäude frei und entdeckst zahlreiche Produkte. Allerdings wiederholen sich die Abläufe mit der Zeit einfach immer wieder. Wenn du Spaß an Such- oder Aufbauspielen hast und nach etwas Abwechslung suchst, dann dürfte dir Uptasia auch auf lange Sicht viel Freude bereiten. Anfangs brauchst du ein wenig Geduld, da es schon recht lange dauert, bis du größere Beträge erwirtschaftet hast. Du musst aber nicht befürchten, im weiteren Spielverlauf von übermäßig langen Wartezeiten ausgebremst zu werden, da es verschiedene Optionen gibt, um Prozesse zu beschleunigen - auch ohne Premiumwährung.

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