Goodgame Empire Test: Bunte Mittelalter-Welt für erfahrene Strategen und Einsteiger

Bist du bereit für einen Ausflug ins finstere Mittelalter? Wobei, so finster ist es gar nicht im Strategie-Browserspiel Goodgame Empire, das wir uns heute einmal in unserem Test genauer anschauen wollen. Tatsächlich erwartet uns eine farbenfrohe Comic-Welt voller Ritter, Prinzessinnen, Schätzen, aber auch vielen Gefahren. Das Spiel vom Hamburger Entwicklerstudio Goodgame Studios (Goodgame Big Farm, Goodgame Disco) zählt inzwischen zig Millionen registrierte Spieler und ist auch schon mit dem einen oder anderen Preis geehrt worden. Zum Beispiel 2012 beim European Games Award, als Goodgame Empire die Auszeichnung als "Bestes europäisches Browsergame" gewann. Unsere Neugier ist geweckt, daher wagen wir uns einmal ins mittelalterliche Getümmel und beginnen mit der Mission Weltoberung.

Am Anfang allerdings backen wir notgedrungen erst einmal kleine Brötchen. Unsere Siedlung, in der bereits ein gewaltiger Burgfried steht, ist noch nicht besonders beeindruckend. Das gilt es zu ändern. Zunächst errichten wir einige grundlegende Produktionsgebäude, um die Rohstoffversorgung sicherzustellen. Am wichtigsten sind Holz und Stein, daher beginnen wir mit einer Holzfällerhütte und einem Steinbruch. Noch ein paar Wohnhäuser und eine Farm dazu und schon wuseln unsere Burgbewohner in Goodgame Empire fröhlich umher. Das Baumenü finden wir unten rechts.

Allmählich wächst und gedeiht unsere Burg in Goodgame Empire.

Aufgaben und Quests erleichtern den Einstieg und bescheren uns Gaben

Goodgame Empire

Wir finden uns von Anfang an gut zurecht im Spiel. Das liegt vor allem daran, dass wir von verschiedenen lustigen Gestalten immer neue Aufgaben und Quests bekommen, die Teil einer größeren Mission sind. Wenn wir die Quests der Reihe nach erledigen, können wir eigentlich gar keinen Fehlstart hinlegen, sondern entwickeln uns gleich in die richtige Richtung. Gleich zu Beginn starten wir somit auch mit dem Aufbau unserer Streitkräfte und der Erstellung von Verteidigungsanlagen. Wir errichten eine Kaserne, wo wir Einheiten rekrutieren und Angriffs- oder Abwehr-Gegenstände bauen. Wie üblich in Strategie-Browsergames dauert alles seine Zeit. Egal ob wir Truppen ausbilden oder Gebäude konstruieren oder upgraden – immer gibt es eine bestimmte Wartezeit, die wir nur durch den Einsatz der Premiumwährung Rubine überspringen können. Am Anfang ist das nicht weiter dramatisch, weil die Bau- oder Produktionszeiten noch recht kurz sind, später im Spiel werden sie immer länger. Zum Glück erhalten wir öfter mal Rubine geschenkt und stocken unseren Vorrat nach und nach gut auf, damit wir im Zweifelsfall vorbereitet sind und nicht direkt ins Portemonnaie greifen müssen, um neue Rubine zu kaufen.

Münzen wiederum sind die reguläre Währung in Goodgame Empire, die wir für alles Mögliche brauchen, die wir aber auch in rauen Mengen verdienen, wenn wir fleißig Quests lösen. Das Browsergame entpuppt sich insgesamt als ziemlich einsteigerfreundlich. Wir haben mit keinerlei Geld- oder Rohstoffknappheit zu kämpfen. Was positiv auffällt, ist zudem die Tatsache, dass wir trotz Wartezeiten nie wirklich ohne Aufgaben dastehen. Da immer mehrere Quests parallel laufen, können wir zwischendurch zu einer anderen übergehen oder auch einfach mal eine Raubritterburg angreifen, um Erfahrung zu sammeln und Beute einzuheimsen.

Aktivitätsboni für fleißige Imperatoren

Übrigens lohnt sich auch ein Blick auf die Umgebung jenseits der Burgmauer. Hier tauchen gelegentlich Schätze auf. Wenn wir darauf klicken, dauert es noch eine Weile, aber dann können wir irgendwann die wertvollen Inhalte abholen. Eine Motivation, aktiv zu spielen und nicht nach fünf Minuten gleich wieder das Browserfenster zu schließen. Es gibt mehrere solcher Belohnungen für engagierte Imperatoren in Goodgame Empire. Beispielsweise einen Login-Bonus, wobei sich das Geschenk mit jedem Tag erhöht – solange wir uns wirklich täglich anmelden.

Täglich erwartet uns ein Login-Bonus - und der wird immer toller, wenn wir keinen Tag auslassen.

Außerdem erscheinen über den Köpfen unserer Burgbewohner immer wieder "Gedankenblasen“ mit Symbolen für Rohstoffe, Nahrung oder Münzen. Klicken wir darauf, stauben wir etwas davon ab, aber wir müssen schnell sein, denn die Symbole verschwinden nach wenigen Sekunden wieder. Münzen sammeln wir außerdem, indem wir unseren kompetenten Steuereintreiber losschicken. Der ist zwar nicht sehr beliebt bei der Bevölkerung, aber wer sich in unserer sicheren Burg aufhalten darf, soll gefälligst seinen Beitrag leisten! Je nachdem, wie viele Steuern er eintreiben soll, ist unser Helfer mehr oder weniger lange unterwegs.

Angriff ist die beste Verteidigung – Auf ins Gefecht!

Während unsere Burg wächst und gedeiht, werfen wir mal einen Blick auf die Übersichtskarte, auch zu finden im Menü unten rechts. Eine Karte mit einer Vielzahl an Burgen erscheint, davon gehören einige anderen Spielern, bei anderen handelt es sich um KI-besetzte Raubritterburgen. Wenn wir eine Burg auswählen, können wir entscheiden, ob wir einen Spion hinschicken oder direkt angreifen wollen. Wir sind natürlich schlau und spionieren erst einmal. Schließlich wollen wir wissen, welche Einheiten und Abwehrmaßnahmen uns erwarten. Je weiter die anvisierte Burg von unserer entfernt ist, desto länger dauert selbstverständlich auch die Reise – das gilt sowohl für Spione als auch für die Truppen, die wir entsenden, nachdem der Spionagebericht in unserem Postfach eingetroffen ist. Vor jedem Angriff legen wir in Goodgame Empire genau fest, welche Einheiten und Angriffs-Gegenstände wir zum Einsatz bringen möchten. Dabei berücksichtigen wir natürlich die Informationen aus dem Spionagebericht. Durch eine gut kalkulierte Aufstellung unserer Truppen minimieren wir das Risiko einer Niederlage, vor allem bei Raubritterburgen. Sobald wir uns an PvP-Gefechte, also Schlachten gegen echte Spieler wagen, kommen noch mehr Variablen hinzu. Beispielsweise kann es passieren, dass der Angegriffene Hilfe herbeiruft. Genau, Interaktion im Strategiespiel erfolgt nicht nur auf feindlicher Basis, sondern auch kooperativ.

Vor jedem Angriff entscheiden wir, welche Einheiten wir schicken wollen. Dabei hilft uns der Spionagebericht.

Gemeinsam die Welt erobern – und drei neue Königreiche entdecken

Es ist sinnvoll, einer Allianz beizutreten. Dabei handelt es sich um ein Bündnis mit anderen Burgherren, das es uns ermöglicht, uns gegenseitig militärisch und wirtschaftlich zu unterstützen und komplexe Strategien auszutüfteln, um mächtige Feinde in die Knie zu zwingen. Beispielsweise können wir gemeinsame Angriffe planen, uns gegenseitig zu Hilfe eilen, wenn einer der Verbündeten angegriffen wird, oder uns Ressourcen schicken. Der Transport erfolgt übrigens mit Handelskarren, die unser Marktplatz produziert.

Mit jeder erfüllten Quest und jedem erfolgreichen Angriff in Goodgame Empire streichen wir nicht nur wertvolle Belohnungen ein, sondern sammeln auch Erfahrungspunkte, die uns im Level aufsteigen lassen. Das ist wichtig, nicht nur weil’s beim Level-up wieder Geschenke gibt, sondern vor allem, weil wir dadurch immer mehr Einheiten, Gebäude und Features freischalten. So stehen uns später im Spiel weitere Königreiche zum Erobern zur Verfügung, außerdem errichten wir Außenposten, um unseren Einflussbereich zu vergrößern und die Ressourcenproduktion anzukurbeln.

In unserem Questbuch finden wir immer neue Aufgaben. Langeweile kommt nicht so schnell auf.

Ab Level 39 steht uns zudem der sogenannte Forschungsturm offen. Den reparieren wir zunächst, dann stellen wir einen Magister ein, der für uns verschiedene Bereiche erforscht, was wiederum positive Auswirkungen auf Produktionsgebäude und militärische Einheiten hat. Keine Langeweile also auch im fortgeschrittenen Levelbereich.

Pro
Niedliche, detailverliebte Comic-Grafik
Passende Musik, die nicht nervt
Quests und tägliche Aufgaben lassen keine Langeweile aufkommen
Auch für fortgeschrittene Spieler gibt es immer Neues zu entdecken
Contra
Kampf-Animationen wären nett, stattdessen gibt’s nur Kampfberichte im Postfach
Für anspruchsvolle Strategen vielleicht etwas zu „einfach“, vor allem im wirtschaftlichen Bereich
Manchmal fällt es schwer, den Überblick in der Burg zu behalten

4/5 Sterne

Fazit

Goodgame Empire bietet kurzweiligen Strategie-Spaß auch für nicht ganz so eingefleischte Strategen. Es sind keine komplizierten Kalkulationen im Bereich Wirtschaft und Militär nötig, stattdessen sorgen Quests, Missionen und tägliche Aufgaben dafür, dass wir immer etwas zu tun haben. Außerdem belohnen uns die Entwickler mit verschiedenen Aktivitätsboni, was dazu führt, dass wir gerne auch mal länger in unserem virtuellen Reich verweilen und dabei viele Geschenke abstauben. Der Einstieg ins Spiel ist gelungen konzipiert, die gestellten Aufgaben machen uns spielerisch mit allen wichtigen Funktionen vertraut. Selbst wer nicht schon etliche andere Strategie-Spiele gezockt hat, findet sich in Goodgame Empire schnell zurecht. Wer’s trotzdem anspruchsvoll mag, sollte die Multiplayer-Funktionen nutzen und durch die Bildung von Allianzen und ausgetüftelten Strategien selbst für taktischen Tiefgang sorgen. Somit eignet sich das Browsergame für verschiedene Spielertypen, sowohl für erfahrene Strategie-Veteranen als auch für Neulinge.

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