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Anno Online Test: Vom Bauern zum Edelmann - So geht Langzeit-Spielspaß im Browser

26.12.2013 um 11:15 Uhr in TestBrowsergamesStrategie

Nachdem Ubisoft Blue Byte das Browserspiel zur Anno-Spieleserie bei der Gamescom im August 2012 angekündigt hatte, startete Anno Online einige Monate später, im Februar dieses Jahres, die Open Beta. Endlich konnten nun alle Anno-Fans und jene, die es werden wollten, ohne Zugangscode mitspielen und ihr Inselreich errichten. Vor wenigen Tagen erst staubte die kostenlose Simulation mit mittelalterlichem Schauplatz bei der Verleihung des Deutschen Entwicklerpreises die Auszeichnung als "Bestes Browsergame 2013" ab. Was ist dran am "Annoholismus"? Macht das Spiel auch Spaß, wenn man mit Anno bislang noch gar nichts zu tun hatte und wie ist das mit eingefleischten Fans der Reihe? Wir haben das Onlinespiel auf Herz und Nieren getestet und verraten dir, ob der Browsergame-Ableger dem Vergleich mit seinen berühmten Vorgängern standhalten kann.

Idiotensicherer Einstieg und vertrautes Gameplay

Der Einstieg in Anno Online ist so gestaltet, dass selbst Spieler, die noch nie in ihrem Leben etwas mit der Reihe zu tun hatten, gut klarkommen. Das liegt vor allem an den ausschweifenden Erklärungen zu Beginn und dem ständigen Nachschub an Quests, die uns automatisch auf den richtigen Weg führen. Für uns, die wir vertraut sind mit den PC-Spielen, ist es fast ein bisschen zuviel des Guten. So viel Text, wer soll das denn alles lesen? Wir klicken die Erklärungen weg und machen uns einfach mal ans Werk.

Am Anfang steht uns nur ein kleiner Inselteil zur Verfügung.

Die Steuerung kommt uns vertraut vor: Linksklick um Gebäude auszuwählen, Rechtsklick um die Karte zu bewegen. Durch Drehen am Mausrad zoomen wir näher heran oder weiter heraus, je nachdem, ob wir Details erkennen oder uns lieber einen Überblick verschaffen wollen. Die Ansicht drehen können wir in Anno Online leider nicht. Das gibt einen kleinen Minuspunkt, schließlich können wir somit nicht hinter unsere Gebäude blicken.

Während wir die ersten Gebäude platzieren – einen Marktplatz als Zentrum unserer künftigen Stadt und dazu ein paar Holzfällerhütten – fallen uns plötzlich kleine blaue, haufenartige Symbole auf unserer Insel ins Auge. Die sehen komisch aus und fügen sich so gar nicht in die ansonsten so beschauliche Optik des Browserspiels. Etwa ein Bug? Nein, Geschenke! Klicken wir die Häufchen an, bescheren sie uns Erfahrungspunkte und Holz oder Stein. Das ist praktisch und offensichtlich als Aktivitätsbonus gedacht für Spieler, die sich länger in Anno Online aufhalten.

Immer schön die Bilanz im Auge behalten!

Anno Online

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Ansonsten kommt uns der Anfang unserer Inselbesiedelung sehr bekannt vor. Wir beginnen damit, rund um unseren Marktplatz herum ein paar Bauernhäuser zu errichten und achten darauf, dass alle Bauern eine Straßenanbindung zum Markt und zu anderen öffentlichen Gebäuden wie der Kapelle und dem Zimmermann haben. Ansonsten ziehen sie nämlich gar nicht erst ein! Auch unsere ersten Produktionsgebäude wie die Fischerei und die Holzfällerhütte müssen per Feldweg mit einer Markthalle beziehungsweise dem Kontor oder Lager verbunden sein, da die Waren andernfalls nicht abgeholt oder gelagert werden können.

Grundsätzlich gilt das gleiche wie in allen Anno-Spielen: Wohnhäuser bringen Geld ein (Münzen), während öffentliche Gebäude oder Produktionsstätten Unterhalt kosten. Wir müssen zusehen, dass die Bilanz im positiven Bereich bleibt, ansonsten droht akute Insolvenz! Neben den Münzen sind vor allem rote Edelsteine wichtig in Anno Online. Die Rubine stellen die Premiumwährung dar, die wir bei Bedarf gegen echtes Geld nachkaufen können. Das tut gerade am Anfang aber nicht not, denn wir erhalten reichlich davon in Form von Belohnungen. Das hilft enorm beim Einstieg, immerhin können wir uns mit Rubinen Nachschub an Holz, Stein, Münzen et cetera kaufen und den Ausbau schneller vorantreiben.

Sollten die Vorräte mal knapp werden, besorgen wir uns Nachschub im Shop.

Browsergames, Ubisoft, RTS
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Typ:
Browsergames
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12
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